der große Tag der Ausstellung ist vorbei und die Exponate sind abgeräumt und verstaut. Wie war der Tag? Die Sonne am Morgen war schönes Signal und auch die Anfahrt hat gut geklappt. Bepackt mit großen Taschen und einem Tisch für meine kleinen Aquarelle und Werbematerial – baute ich meinen Stand auf.  Ich gebe zu, das handwerklich praktische ist nicht meine Stärke und eine unruhige Hand führte dazu, das ein großes Bild entglitt und scheppernd zu Boden fiel. Was für ein Ärger. Aber nicht verzweifeln, denn ein Sprichwort sagt: Scherben bringen Glück. So war es wohl eine gute Entscheidung einfach ein Bild mehr dabei zu haben, dass dann als Ersatz aufgehängt wurde. Für uns Künstler war die Eröffnung um 10 Uhr, verbunden mit einem Kaffee und einem  Imbiß. Ich hörte von anderen Künstlern, die mehr Ausstellungserfahrungen haben,  dass der Teltower Kunstsonntag eine sehr gut organisierte Ausstellung ist. Mh…wenigsten wurden meine Scherben schnell entsorgt und sogar ein Foto vom Maleur geknipst. Leider konnte ich mir keine Sitzgelegenheit ausleihen, wie beim letzten Mal. Das hieß den Tag stehen. Nicht weiter schlimm denn meistens vereinfacht es das Gespräch mit Besuchern und anderen Ausstellern. Tatsächlich konnte ich live erleben wie meine Arbeiten ankommen. Wo schauen die Kunstfreunde hin, was interessiert am Meisten. Natürlich hat jeder Aussteller seine Motive, seinen Stil und seine Arbeitsweise, dennoch ist ein Vergleich, wie kommt jeder an, automatisch Thema. Aquarellkunst ist im Kommen, sagte eine Ausstellerin die ebenfalls mit Wasserfarben malt und regelmäßig ausstellt. Ihre professionelle Präsentation von kleinen und großen Arbeiten, mit und ohne Werbematerial, ist ein wunderbares Vorbild für mich. Meine kleinen Malereien zum Mitnehmen fanden viel Lob,  wenn der Verkauf  dennoch unter meinen Erwartungen blieb. Am Ende des Tages regenete es und schnell leerte sich unser Ausstellungszelt. Müde viel ich auf meine Couch und war doch zufrieden und wieder eine Erfahrung reicher.

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